Immer wieder sonntags heute: Es war einmal eine Fernsehshow, die mehr als drei Jahrzehnte lang den Rhythmus unzähliger Sonntagvormittage bestimmte. Wenn am 31. Mai 2026 um 10:03 Uhr die vertraute Titelmelodie im Ersten erklingt, dann beginnt für die ARD eine Zäsur: Immer wieder sonntags heute startet in ihre letzte Saison – und das ist eine Nachricht, die weit über das gewohnte TV-Programm hinaus für Gesprächsstoff sorgt. Seit 1995 flimmerte die bunte Mischung aus Volksmusik, Schlager und guter Laune über die Bildschirme, doch die Tage des Klassikers sind nun offiziell gezählt.
Der SWR und die ARD haben am 20. März 2026 in einer gemeinsamen Pressemitteilung das Ende verkündet: 2026 ist die finale Saison von „Immer wieder sonntags“ mit Stefan Mross – die beliebte Volksmusik- und Schlager-Sendung wird nach über drei Jahrzehnten ab 2027 nicht weitergeführt. Wer nun denkt, es ginge nur um eine weitere Programmänderung, der irrt gewaltig. Mit dem Aus dieser Institution geht für viele Fans eine kleine heile Welt verloren, die so manchen Sonntagmorgen zu etwas Besonderem machte – und das wollen wir heute in all seinen Facetten würdigen.
Die Ära Stefan Mross: Wie ein Trompeter zur Seele der Show wurde
Als Stefan Mross 2005 das Moderationsmikrofon übernahm, hätte wohl niemand gedacht, dass er das Format über zwei Jahrzehnte prägen würde. Dabei war seine eigene Geschichte fast zu schön, um wahr zu sein. Entdeckt wurde der am 26. November 1975 in Traunstein geborene Oberbayer einst von niemand Geringerem als Karl Moik, dem legendären „Musikantenstadl“-Macher, und zwar auf einer Hochzeit, auf der der damals 13-jährige Stefan Trompete spielte. Aus dem jugendlichen Musiker wurde einer der bekanntesten Entertainer der deutschen Fernsehlandschaft – ein Aufstieg, der fast märchenhaft anmutet.
Mross brachte frischen Wind in die Sendung, ohne ihr den traditionellen Charme zu nehmen. Unter seiner Führung erlebte die Show einen Quotenaufschwung und entwickelte neue Rubriken: Kochduelle, Sommerhitparaden, emotionale Überraschungsmomente und das Publikumsspiel, bei dem jedes Mal zwei Kandidaten gegeneinander antraten. Dass die Sendung so vielen Menschen ans Herz gewachsen ist, liegt auch an seiner unprätentiösen Art: „Traunstein ist für mich der Nabel der Welt“, bekannte der mittlerweile 50-Jährige einmal – und genau diese Bodenständigkeit machte ihn für das Publikum so glaubwürdig.
Das Ende einer Institution: Hintergründe zur Absetzung
Die Entscheidung, immer wieder sonntags heute nicht mehr fortzuführen, kam für viele Fans einem Schock gleich, obwohl sich die Anzeichen verdichtet hatten. In einer Zeit, in der die öffentlich-rechtlichen Sender unter massivem Spardruck stehen, wurde das Format – trotz solider Einschaltquoten – auf den Prüfstand gestellt. Der SWR und die ARD begründeten den Schritt offiziell mit Sparmaßnahmen und einer programmlichen Neuausrichtung.
Dass ausgerechnet eine Sendung mit konstant über 1,2 Millionen Zuschauern und Marktanteilen um 17 Prozent weichen muss, wirft Fragen auf. Experten sehen die Ursache vor allem in der demografischen Entwicklung: Viele der treuen Zuschauer stammen aus Generationen, die mit dem Schlager in den 1960er bis 1980er Jahren sozialisiert wurden und heute über 70 Jahre alt sind. Die Sender hingegen streben nach jüngeren Zielgruppen, was zur paradoxen Situation führt, dass stabile Quoten nicht mehr automatisch eine Verlängerung garantieren.
Der Todesfall bei Immer wieder sonntags: Eine Tragödie überschattet das TV-Idyll
Ein Ereignis, das die Show-Geschichte für immer prägen wird, ereignete sich im Juli 2025: Während einer Live-Ausgabe von immer wieder sonntags kam es zu einem medizinischen Notfall mit tödlichem Ausgang. Eine junge Mutter erlitt im Europa-Park Rust einen Zusammenbruch und verstarb noch im Krankenwagen – vor den Augen ihrer Angehörigen und ohne dass Moderator Stefan Mross zunächst davon erfuhr. Die Nachricht vom immer wieder sonntags Todesfall verbreitete sich rasch und sorgte bundesweit für Bestürzung.
Stefan Mross reagierte eine Woche später mit emotionalen Worten auf die Tragödie. „Es ist einfach tragisch“, sagte er sichtlich bewegt und bat das Publikum um einen Moment der Stille. Dass ein solch schwerer Schicksalsschlag das sonst so unbeschwerte Format traf, zeigte einmal mehr, wie fragil die Grenze zwischen TV-Unterhaltung und der Realität sein kann. Auch andere Künstler, die an diesem Tag auf der Bühne standen, berichteten von einer gedrückten Stimmung im gesamten Team.
Private Schicksalsschläge: Stefan Mross und seine schwersten Stunden
Neben dem beruflichen Umbruch musste Stefan Mross in den vergangenen Jahren auch privat schwere Verluste verkraften. Im August 2025 verstarb seine Mutter Stefanie im Alter von 85 Jahren in ihrer oberbayerischen Heimat. Für Mross war das ein Schicksalsschlag, der ihn tief traf – und das ausgerechnet in einer Phase, in der er sich beruflich neu orientieren musste. Dass er dennoch weiter vor die Kamera trat, spricht für seine Professionalität, aber auch für seine enge Bindung ans Publikum.
In einer besonders bewegenden Sendung widmete er seiner verstorbenen Mutter einen musikalischen Tribut und zeigte sich dabei so verletzlich wie selten zuvor. „Wer wäre ich ohne dich“, sang Mross, und die Emotionen waren ihm deutlich anzusehen. Dass der Entertainer auch in solchen Momenten nicht die Fassung verlor, machte ihn für viele Zuschauer erst recht zu einer Identifikationsfigur. Hinzu kam der Verlust seiner Hündin, der ihn ebenfalls schwer traf – „ein Verlust, der Stefan noch immer sehr nahe geht“, wie ein Insider berichtete.
Das Prinzip Sonntagmorgen: Wie immer wieder sonntags zum Ritual wurde
Was machte den Zauber von immer wieder sonntags eigentlich aus? Zunächst war es die Verlässlichkeit: Sonntag für Sonntag, Punkt 10:03 Uhr, öffnete sich für zwei Stunden ein Fenster in eine Welt, in der die Sonne schien, die Musik gefällig war und der Alltag für einen Moment pausierte. Die Show bot eine Mischung aus Volksmusik, Schlager, Humor und Publikumsspielen – ein Rezept, das über drei Jahrzehnte hinweg funktionierte.

Dazu kamen stets neue Rubriken, die für Abwechslung sorgten. Mal ging es darum, verlorene Gegenstände wiederzufinden, mal um kulinarische Wettstreite oder Überraschungsmomente für verdiente Zuschauer. Das Konzept war so einfach wie genial: Man musste nicht jede Woche einschalten, um den Faden nicht zu verlieren, aber diejenigen, die es taten, wurden mit einem Gefühl von Vertrautheit belohnt. Gerade in einer Zeit, in der sich Mediengewohnheiten rasant verändern, war dieses Ritual für viele ein wertvoller Ankerpunkt im Wochenablauf.
Quoten, Kritik und Konkurrenz: Ein realistischer Blick auf die Zahlen
So beliebt die Sendung bei ihrem Stammpublikum auch war – ein genauer Blick auf die Einschaltquoten zeigt ein differenziertes Bild. In der Saison 2025 lagen die Reichweiten zwischen 1,21 und 1,35 Millionen Zuschauern, bei Marktanteilen von 17,3 bis 17,7 Prozent. Das sind für den Sendeplatz am Sonntagmorgen solide Werte, doch im Vergleich zu früheren Jahren ist ein leichter Abwärtstrend erkennbar. Kritiker bemängelten zudem die Vorhersehbarkeit des Formats und die immer gleichen Abläufe.
Ein Zuschauer brachte es mit deutlichen Worten auf den Punkt: „Leider wird die Sendung immer langweiliger!“ Andere störten sich an technischen Pannen, wie etwa Tonproblemen, die in einer Live-Sendung besonders unangenehm auffielen. Dennoch: Die eingeschworene Fangemeinde hielt der Show die Treue und sorgte für stabile Quoten, die viele andere Formate gerne vorweisen würden. Im direkten Vergleich mit dem ZDF-Fernsehgarten, dem ewigen Konkurrenten, lag „Immer wieder sonntags“ oft nur knapp zurück oder sogar vorn – je nach Wetterlage und Gästeliste.
Immer wieder sonntags heute: Das Programm der finalen Staffel
Nun also beginnt am 31. Mai 2026 die letzte Saison von immer wieder sonntags. Insgesamt sind zwölf reguläre Live-Ausgaben geplant, ergänzt um eine Extra-Ausgabe am 6. September sowie eine Best-of-Show am 13. September 2026. Die ARD hat sich bemüht, für den Abschied ein hochkarätiges Gästeprogramm zusammenzustellen.
Bereits bestätigt sind unter anderem Andy Borg und Stefanie Hertel, die beide eine lange gemeinsame Geschichte mit dem Format verbinden. Für das große Staffelfinale ist ein besonderer Gast angekündigt, dessen Identität noch geheim gehalten wird – Spekulationen zufolge könnte es sich um einen früheren Moderator oder einen besonders prominenten Künstler handeln. Die Stimmung im Vorfeld ist, wie Produktionskreise verraten, bereits jetzt von Wehmut und Vorfreude gleichermaßen geprägt. „Wir stimmen uns auf Abschied ein“, hieß es auf dem offiziellen Instagram-Account der Sendung.
Gästeliste der Extraklasse: Wer sich zum Finale die Ehre gibt
Die finale Staffel von stefan mross immer wieder sonntags liest sich wie ein „Who is Who“ der deutschsprachigen Schlagerszene. Neben den bereits erwähnten Stammgästen haben zahlreiche weitere Künstler ihre Teilnahme zugesagt, darunter Nicole, Michael Holm, Kristina Bach und viele mehr. Die Macher haben sich offensichtlich bemüht, noch einmal alle Register zu ziehen und dem Publikum einen unvergesslichen Abschied zu bereiten.
Besonders emotional dürfte das Finale am 6. September werden, bei dem Weggefährten und langjährige Künstler der Show noch einmal gemeinsam auf der Bühne stehen werden. „Es ist, als würde eine große Familie auseinandergehen“, beschrieb ein Insider die Stimmung hinter den Kulissen. Für Stefan Mross persönlich wird dieser Tag eine doppelte Bedeutung haben: Er verabschiedet sich nicht nur von einer Sendung, sondern von einem Lebensabschnitt, der ihn über zwei Jahrzehnte geprägt hat.
Ein Blick zurück: Die Geschichte von Immer wieder sonntags
Um zu verstehen, warum das Ende von immer wieder sonntags so viele Menschen bewegt, lohnt ein kurzer Rückblick. Die erste Ausgabe wurde am 11. Juni 1995 in der ARD ausgestrahlt – damals noch mit Max Schautzer als Gastgeber, der als Erfinder des Formats gilt. Die Idee war revolutionär: Eine Live-Show am Sonntagmorgen, die das Publikum direkt anspricht, Musik und Unterhaltung verbindet und dabei die heitere Seite des Lebens zelebriert.
Nach Schautzers Abschied übernahm kurzzeitig Sebastian Deyle, dessen sinkende Quoten jedoch den Weg für Stefan Mross ebneten. Seit 2005 steht Mross nun ununterbrochen auf der Bühne im Europa-Park Rust und hat die Sendung durch Höhen und Tiefen geführt. Insgesamt wurden 378 Folgen produziert – eine Zahl, die den Umfang dieses Fernsehvermächtnisses eindrucksvoll dokumentiert.
Immer wieder sonntags: Das Vermächtnis einer Musik- und Gefühlswelt
Was bleibt, wenn am 13. September 2026 die letzte Best-of-Show über die Bildschirme geflimmert ist? Mehr als nur ein leerer Programmplatz. Mit immer wieder sonntags verschwindet eine der letzten großen Bühnen für ein Musikgenre, das im linearen Fernsehen immer weniger Platz findet. Für die Künstler bedeutet das Aus der Show einen herben Verlust an Sichtbarkeit – gerade für Nachwuchstalente, die hier oft ihre erste große TV-Chance bekamen.
Doch das Vermächtnis geht über die reine Sendezeit hinaus. Die Show hat über drei Jahrzehnte hinweg eine Gemeinschaft geschaffen, die sich sonntags um 10:03 Uhr versammelte, um für zwei Stunden den Alltag hinter sich zu lassen. In einer zunehmend fragmentierten Medienlandschaft, in der jeder seinen eigenen Algorithmus füttert, hatte dieses kollektive Erlebnis einen besonderen Wert. Es war verlässliche Unterhaltung, die nicht polarisierte, sondern verband – und genau das macht den Abschied so bitter.
Die Tour zum Abschluss: Immer wieder sonntags live auf deutschen Bühnen
Doch bevor der letzte Vorhang fällt, gab es noch einmal die Gelegenheit, die Show live zu erleben. Unter dem Titel „Die Sternstunde der Schlagerstars – Immer wieder sonntags“ tourte Stefan Mross mit zahlreichen Stargästen vom 25. März bis zum 9. April 2026 quer durch Deutschland. Die Konzertreise, ursprünglich für 2025 geplant, wurde auf 2026 verschoben und geriet damit ungewollt zur Abschiedstournee.
Begleitet wurde Mross auf der Bühne von Nicole, Michael Holm, Kristina Bach, Joey Heindle und weiteren prominenten Gästen aus der Schlagerszene. Die Tour war ein voller Erfolg und zeigte, dass die Fangemeinde auch abseits der TV-Kameras bereit ist, das Format zu unterstützen. Allerdings wurde kurz nach Tour-Ende bekannt, dass vorerst keine weitere Tournee mehr in Planung ist – auch dieser Teil der Marke „Immer wieder sonntags“ scheint mit dem TV-Aus zu enden.
Die TV-Krise im Schlager: Warum immer mehr Traditionsformate verschwinden
Das Ende von stefan mross immer wieder sonntags ist kein Einzelfall. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche etablierte Schlager- und Volksmusiksendungen eingestellt, darunter auch Formate von Andy Borg und anderen Größen des Genres. Die Gründe sind vielschichtig: Einerseits zwingen Sparmaßnahmen die Sender zu schmerzhaften Einschnitten, andererseits passt das traditionelle Format offenbar nicht mehr zur angestrebten „Verjüngung“ des Programms.
Dabei ist die Musik selbst so populär wie eh und je – Schlager erfreut sich auch bei jungen Fans wachsender Beliebtheit, wie Streaming-Zahlen und Festivalbesuche belegen. Nur findet diese Begeisterung zunehmend auf anderen Kanälen statt: auf Konzerten, in sozialen Medien und auf Streaming-Plattformen. Das lineare Fernsehen als traditionelles Leitmedium des Schlagers verliert an Bedeutung, und damit schwindet auch die Notwendigkeit für aufwändige Live-Produktionen. Eine Entwicklung, die für Fans schmerzhaft ist, aber die tiefgreifenden Veränderungen der Medienlandschaft widerspiegelt.
Ein Moderator ohne Bühne: Stefan Mross’ Zukunft nach der Show
Die große Frage, die sich viele Fans und Branchenbeobachter stellen, lautet: Was wird aus Stefan Mross? Der 50-Jährige hat sich zu diesem Thema bislang bedeckt gehalten. „Ich wollte mich dazu ja nicht äußern, und ich darf es auch nicht“, sagte er der Süddeutschen Zeitung diplomatisch. Gleichzeitig kündigte er aber einen „saugeilen“ Abschluss an und signalisierte damit, dass er nicht im Groll, sondern mit erhobenem Haupt gehen will.
Seine Vielseitigkeit als Trompeter, Sänger und Entertainer dürfte ihm auch künftig Türen öffnen, und die Tourerfahrung hat gezeigt, dass sein Publikum ihm auch jenseits der TV-Kameras die Treue hält. Margot Hellwig, Grande Dame der volkstümlichen Musik, sorgte sich dennoch öffentlich: „Das war seine Existenz“, kommentierte sie das Ende der Show und brachte damit die Sorgen vieler Weggefährten zum Ausdruck. Eines ist klar: Für Stefan Mross endet mit dem September 2026 ein Kapitel, das sein Leben geprägt hat wie kaum ein anderes – doch das nächste wartet bereits.
Die nachfolgende Tabelle fasst die wichtigsten Meilensteine und Wendepunkte der langen Programmgeschichte noch einmal überblicksartig zusammen, um die Entwicklung des Formats von seinen Anfängen bis zum heutigen Tag zu veranschaulichen.
Die Meilensteine von Immer wieder sonntags im Überblick
| Jahr | Ereignis | Bedeutung für die Show |
|---|---|---|
| 1995 | Erste Ausgabe mit Max Schautzer am 11. Juni | Geburtsstunde des Formats, Live-Übertragung aus Rust |
| 2005 | Stefan Mross übernimmt die Moderation | Beginn der bis heute prägendsten Ära, Quotenerholung |
| 2012 | Einführung neuer Rubriken und Publikumsspiele | Modernisierung des Konzepts, höhere Zuschauerbeteiligung |
| 2025 | Todesfall einer Zuschauerin während der Live-Sendung | Tragischster Moment der Show-Geschichte, bundesweite Anteilnahme |
| 2025 | Tod von Mross’ Mutter Stefanie | Privater Schicksalsschlag des Moderators mit emotionaler Tribut-Sendung |
| März 2026 | Offizielle Ankündigung des Endes durch SWR und ARD | Schockwelle unter Fans und Künstlern, großes Medienecho |
| März–April 2026 | Abschiedstournee “Die Sternstunde der Schlagerstars” | Letzte Live-Auftritte der Marke außerhalb des TV-Studios |
| Mai–Sep. 2026 | Finale Staffel mit 12 Live-Ausgaben und zwei Zusatz-Sendungen | Letzte Chance für Fans, das Originalformat zu erleben |
| 13. Sep. 2026 | Best-of-Show als endgültig letzte Ausstrahlung | Endgültiger Abschied nach 378 Folgen und über 31 Jahren |
Was Fans wissen müssen: Die Sendetermine der letzten Staffel
Wer keine Folge der finalen Saison von immer wieder sonntags heute verpassen möchte, sollte sich die kommenden Sonntage rot im Kalender anstreichen. Die erste Ausgabe läuft am 31. Mai 2026 um 10:03 Uhr im Ersten, und von da an folgen wöchentlich neue Live-Folgen bis zum großen Finale. Insgesamt umfasst die Staffel zwölf reguläre Ausgaben sowie eine Extra-Ausgabe am 6. September und eine Best-of-Show am 13. September 2026.
Die ARD hat angekündigt, die Sendungen auch in der Mediathek zum Abruf bereitzustellen, sodass niemand die emotionalen Höhepunkte der Abschiedsstaffel verpassen muss. Für alle, die das Erlebnis pur genießen wollen, bleibt der Tipp: Live einschalten, denn genau das war immer die besondere Stärke des Formats – das Gefühl, dabei zu sein, wenn etwas Echtes passiert, ohne Netz und doppelten Boden. Vielleicht wird gerade das die Erinnerung sein, die bleibt: Diese eine Show, bei der der Sonntagmorgen noch wirklich nach Sonntagmorgen roch.
Die emotionale Bindung: Warum der Abschied so schwerfällt
Fernsehsendungen kommen und gehen, das ist der Lauf der Dinge, so viel ist klar. Doch bei immer wieder sonntags liegt der Fall anders, denn es geht um weit mehr als Programmplanung und Einschaltquoten. Für viele Menschen war die Show ein verlässlicher Begleiter, eine Konstante in einer Welt, die sich immer schneller dreht. Generationen sind mit dieser Musik aufgewacht, haben beim Frühstück mitgeschunkelt und den Tag mit einem Lächeln begonnen.
Die Tränen, die beim großen Finale fließen werden, sind deshalb mehr als nur sentimentale Nostalgie. Sie sind Ausdruck einer echten Verbundenheit, die in der heutigen Medienwelt selten geworden ist. Stefanie Hertel, selbst langjährige Wegbegleiterin und Ex-Frau von Stefan Mross, brachte es auf den Punkt: „Die gesamte Sendung wird man sicherlich vermissen. Da muss man erstmal abwarten, wie es wird.“ In diesen schlichten Worten steckt die ganze Wehmut eines Abschieds, der nicht nur eine Show, sondern ein Stück Lebensgefühl betrifft.
Wie geht es weiter mit der Volksmusik im deutschen Fernsehen?
Mit dem Ende von immer wieder sonntags heute stellt sich unweigerlich die Frage nach der Zukunft des gesamten Genres im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die verbliebenen Formate wie der ZDF-Fernsehgarten stehen ebenfalls unter Druck, und viele Branchenkenner befürchten eine schleichende Verdrängung aus dem Hauptprogramm. Für Künstler, die auf TV-Präsenz angewiesen sind, um ihr Publikum zu erreichen, ist das ein alarmierender Trend.
Doch es gibt auch Hoffnung: Neue Formate und Plattformen könnten die Lücke füllen, die das lineare Fernsehen hinterlässt. Streaming-Dienste und soziale Medien bieten Chancen, die Musik direkt zu den Fans zu bringen, ohne den Umweg über große Sendeanstalten. Vielleicht ist das Ende von „Immer wieder sonntags“ also nicht nur ein Abschied, sondern auch ein Neuanfang – für die Künstler, für das Genre und für ein Publikum, das seine geliebte Musik auch in Zukunft nicht missen möchte. Die Zeit wird zeigen, ob aus der Krise auch eine Chance erwachsen kann.
Ein emotionaler Blick zurück und nach vorn
Im September 2026 wird die letzte Klappe fallen, und mit ihr endet eine Ära, die so viele Sonntage geprägt hat. Immer wieder sonntags heute ist mehr als eine Fernsehsendung – es ist ein Stück deutscher Fernsehgeschichte, eine Herzensangelegenheit für Millionen Zuschauer und der verdiente Ruhestand für ein Format, das uns so lange begleitet hat. Stefan Mross, der treue Kapitän dieses Schiffs, hat über zwei Jahrzehnte hinweg dafür gesorgt, dass der Kompass stets auf gute Laune ausgerichtet blieb.
Was bleibt, sind 378 Folgen, unzählige musikalische Momente und die Gewissheit, dass es eine Zeit gab, in der der Sonntagmorgen noch eine feste Adresse hatte: 10:03 Uhr, ARD, Europa-Park Rust. „Alles richtig gemacht“, kommentierte Stefan Mross das Ende seiner Show lakonisch und doch voller Stolz. Dem ist kaum etwas hinzuzufügen, außer vielleicht: Danke für all die Sonntage. Sie werden fehlen.
FAQs
Wann läuft „immer wieder sonntags heute“ in der finalen Saison?
Die letzte Staffel von immer wieder sonntags heute startet am 31. Mai 2026 um 10:03 Uhr im Ersten und endet mit einer Best-of-Show am 13. September 2026, wobei insgesamt zwölf Live-Ausgaben sowie zwei zusätzliche Spezialsendungen ausgestrahlt werden.
Wer moderiert die letzte Staffel von „stefan mross immer wieder sonntags“?
Die Abschiedsstaffel wird selbstverständlich von Stefan Mross moderiert, der seit 2005 ununterbrochen als Gastgeber durch die Sendung führt und diese Rolle auch beim großen Finale nicht abgeben wird.
Was geschah beim „immer wieder sonntags Todesfall“ 2025?
Der immer wieder sonntags Todesfall ereignete sich im Juli 2025, als eine junge Mutter während der Live-Sendung im Publikum einen medizinischen Notfall erlitt und noch im Krankenwagen verstarb, ohne dass Moderator Stefan Mross zunächst davon erfuhr.
Warum wird „immer wieder sonntags“ nach über 30 Jahren abgesetzt?
Die ARD und der SWR begründen das Ende von immer wieder sonntags mit Sparmaßnahmen und einer programmlichen Neuausrichtung, wobei auch der demografische Wandel und das Bestreben, jüngere Zielgruppen zu erreichen, eine Rolle spielen.
Gibt es nach dem TV-Aus eine Zukunft für „immer wieder sonntags“?
Nach aktuellem Stand ist keine Fortsetzung von immer wieder sonntags geplant, weder als TV-Format noch als Tournee, doch viele Künstler hoffen, dass die Marke in anderer Form – etwa als Streaming-Event oder Festival – weiterleben könnte.
Wie viele Folgen von „immer wieder sonntags“ wurden insgesamt produziert?
Seit der ersten Ausstrahlung im Jahr 1995 wurden insgesamt 378 Folgen von immer wieder sonntags produziert, was die Show zu einem der langlebigsten Unterhaltungsformate im deutschen Fernsehen macht.
Welche prominenten Gäste sind zur letzten Staffel von „immer wieder sonntags“ eingeladen?
Zur finalen Staffel von immer wieder sonntags haben sich zahlreiche Schlagerstars angekündigt, darunter Andy Borg, Stefanie Hertel, Nicole, Michael Holm und Kristina Bach, wobei für das große Finale ein noch geheimer Überraschungsgast erwartet wird.
Wie hat Stefan Mross auf das Ende von „immer wieder sonntags“ reagiert?
Stefan Mross reagierte gefasst auf das Aus von immer wieder sonntags, kündigte einen würdigen Abschluss an und betonte, er habe „alles richtig gemacht“, auch wenn er sich aus vertraglichen Gründen nicht umfassend äußern durfte.
